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Auch Hunde brauchen Sicherheit im Auto

Ordnungsgemäße Sicherung von Hunden erhöht bei einem Unfall die Überlebenschancen aller Insassen

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Hunde-Dummies veranschaulichen den Schaden, den ein Hund bei seinem Flug durch das Auto anrichten kann. Foto:Allianz/Newspress.de

Auch wenn beim Autofahren großen Wert auf die eigene Sicherheit gelegt wird, ein geliebtes Familienmitglied bleibt oft außer Acht – Waldi oder Hasso hinten im Auto. Viel zu häufig fahren Hunde ungesichert auf dem Rücksitz mit oder sind nur durch ein dünnes Netz von anderen Mitfahrern getrennt.
Um auf die Gefahren aufmerksam zu machen, führte das Allianz Zentrum für Technik (AZT) in Ismaning bei München vor kurzem einen Crashtest mit Hunden durch. Naturgetreu nachgebildete Hunde-Dummies (Max und Bello genannt) wurden in der Versuchsanlage ins Auto gesetzt und das Auto dann gegen eine Wand gefahren.

Bei einem Unfall haben Fahrzeuginsassen dank moderner Sicherheitsvorkehrungen wie Gurten, Airbags, Knautschzonen und ABS gute Überlebenschancen oder kommen mit geringen Verletzungen davon. Bleibt jedoch ein Haustier im Auto ungesichert, kann es sich schnell zu einem gefährlichen Fluggeschoss entwickeln – mit tragischen Konsequenzen für das Tier und die anderen Passagiere.

Bei einem Unfall mit 40 Kilometern pro Stunde (25 Meilen pro Stunde) kann ein Hund eine Aufprallkraft entwickeln, die dem Vierzigfachen seines Gewichts entspricht. So wirkt das ursprüngliche Gewicht eines 35 Kilogramm (77 Pfund) schweren Deutschen Schäferhunds wie 1400 Kilogramm (3087 Pfund). Welchen Schaden der Hund bei seinem Flug durch den Innenraum und die Windschutzscheibe anrichtet, kann man sich bildhaft vorstellen.
Max, der ungesicherte Hunde-Dummy, flog ungebremst durch das Wageninnere und gegen das Armaturenbrett. Bello, der kleinere, gesicherte Hund blieb auf der Rückbank sitzen.

Laut AZT erhöht die ordnungsgemäße Sicherung von Hunden die Überlebenschancen aller Familienmitglieder bei einem Zusammenstoß. Ist das Tier gesichert, kann es in seiner Furcht auch nicht vom Unfallort fliehen oder Rettungsdienste daran hindern, zu ihnen vorzudringen. Und wenn Bello gut angeschnallt ist, können sich die Insassen in Ruhe auf die Straße konzentrieren und der Fahrer das Steuer mit beiden Händen festhalten.
Carsten Reinkemeyer, Leiter Fahrzeugtechnologie und Sicherheit beim AZT, empfiehlt, Hunde mit einem Gewicht von bis zu zwölf Kilogramm (26 Pfund) wie Bello mit einem Hundegeschirr zu sichern, das am Sicherheitsgurt angebracht wird.

Größere Hunde sollten in sicheren Transportboxen im Kofferraum mitreisen, weil Hundegeschirre zu große Vorwärtsbewegungen erlauben. Deshalb könnte ein größerer Hund auch dann auf den Vordersitz aufprallen, wenn er mit einem Hundegeschirr gesichert ist. Die Experten warnen Hunde- oder Haustierbesitzer außerdem auch davor, ihre vierbeinigen Freunde im Sommer oder an sehr sonnigen Tagen im Auto zu lassen. Innerhalb von Minuten kann sich das abgeschlossene Fahrzeug zu einem Brennofen entwickeln, in dem es dem armen Tier an Sauerstoff mangelt. (Newspress.de/HS)