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Kleiner Bildschirm – großer Stress für die Augen

Lesen auf mobilen Geräten kann die Augen auf Dauer überanstrengen

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Nutzer von Smartphones und Tablets sollten unter anderem auf ausreichenden Abstand des Gesichts zum Bildschirm achten. Foto: Ergo Direkt


Das Smartphone ist für viele Menschen ein unverzichtbarer Begleiter: Chatten mit Freunden, die aktuellen Nachrichten verfolgen, E-Mails lesen, das neueste Video im Netz anschauen – all das ist mit den modernen Mobiltelefonen immer und überall machbar. Doch Achtung: Das Lesen auf den kleinen Geräten ist für die Augen purer Stress. Die Folgen: Gereizte, trockene Augen, verschwommene Sicht, Kopfschmerzen. Dabei können schon ein paar kleine Tricks für Entlastung sorgen. Worauf Nutzer von Smartphones und Tablets achten sollten, weiß Dieter Sprott, Experte bei Ergo Direkt.

Überall in der Stadt, in Cafés, Bussen und Bahnen sind sie zu sehen: Menschen, die gebannt nach schräg unten blicken, in der Hand ein Mobiltelefon oder ein Tablet. Einer Studie der Universität Bonn zufolge verbringen zum Beispiel Studenten im Schnitt drei Stunden am Tag mit der Nutzung ihres Smartphones.
„Normalerweise bewegen sich unsere Augen ständig. Sie sind nicht dafür gemacht, längere Zeit immer nur auf denselben Punkt zu schauen“, weiß Dieter Sprott, Experte bei Ergo Direkt. „Deswegen strengt das Lesen auf den kleinen Touchscreens unsere Sehorgane stark an.“ Die Symptome kennen viele Angestellte aus dem Büroalltag: Müde, gereizte oder juckende Augen, verschwommene Sicht und Kopfschmerzen. Das sogenannte Computer Vision Syndrom tritt vor allem nach langer Arbeit am Computer auf. „Wer sich auf den Bildschirm eines PC konzentriert, blinzelt meist nur ein- bis zweimal pro Minute – normal sind 15 bis 20 Mal. Bei Smartphones blinzeln die meisten Nutzer weniger als zehn Mal“, erklärt der Ergo Direkt Experte. „Blinzeln ist aber wichtig, weil jeder Lidschlag das Auge befeuchtet, reinigt und vor Krankheitskeimen schützt.“

Erholungspausen für die 
Augen einplanen

Gerade bei Smartphones verschärfen die kleinen Bildschirme die gesundheitlichen Risiken. Nicht nur, dass die relativ schwache Beleuchtung der Displays die Sehorgane belastet; hinzu kommen der oft zu geringe Leseabstand sowie der steile Winkel, in dem viele Dauernutzer auf ihr Handy starren. Diese Knickhaltung geht neben der Wirbelsäule auch auf die Augen. „Ratsam ist, den Augen alle 20 bis 30 Minuten einige Sekunden Erholungspause zu gönnen“, so Dieter Sprott.
„Wer gern mobil liest, spielt oder surft, sollte darauf achten, nicht pausenlos auf das Gerät zu schauen, sondern den Blick ab und an in die Ferne schweifen zu lassen.“ Um die Augen zu entspannen, reicht es oft schon, fünf- bis zehnmal hintereinander zu blinzeln. Auch gehört bei empfindlicheren Smartphone-Nutzern künstliche Tränenflüssigkeit mit in die Tasche: Wenn sich die Augen sehr trocken und gereizt anfühlen, können ein paar Tropfen schnelle Abhilfe schaffen. Außerdem: „Im Durchschnitt beträgt der Abstand zum Gesicht bei Smartphones nur 30 Zentimeter und bei Büchern 40 bis 50 Zentimeter“, sagt der Experte. „Wer seine Augen schonen will, sollte sich das Gerät also nicht zu dicht vor die Nase halten.“

Staub abputzen, 
Spiegelungen vermeiden

Generell gilt: Größere Displays sind schonender als kleine, E-Book-Reader eignen sich besser für ausgiebiges Lesen als Smartphones oder Tablets.
Auch mit den Einstellungen der Geräte können Nutzer den Stress für die Augen vermindern: Eine ausreichend große Schriftgröße, der richtige Kontrast und eine gute Schärfe reduzieren die Belastungen. Der Hintergrund sollte nicht zu hell sein, da er sonst blenden kann, aber auch nicht zu dunkel, weil das Lesen sonst noch mehr anstrengt. Vor allem aber darf der Bildschirm nicht flimmern. Dieter Sprott rät zudem davon ab, bei Dunkelheit auf dem Smartphone zu lesen. Denn dann stellen vor allem kontrastschwache Darstellungen für die Augen eine große Anstrengung dar. Und: „Nutzer sollten Staub und Schmutz vom Display abwischen und auf einen nicht allzu steilen Blickwinkel achten.“ Ebenso wichtig: Spiegelungen durch Sonnen- oder Raumlicht auf dem Screen vermeiden. Wenn es trotz augenschonendem Lesen zu Schmerzen, Juckreiz oder Rötungen kommt, sollte sich der Nutzer an einen Augenarzt wenden. Zwar ist umstritten, ob die Verwendung von Smartphones zu dauerhaften Sehstörungen führen kann. „Fest steht aber, dass unkorrigierte Fehlsichtigkeiten bei Belastung umso mehr auffallen“, sagt der Ergo Direkt Experte. „Eine sehr schnelle Ermüdung der Augen kann also auch ein Anzeichen dafür sein, dass der Nutzer eine Brille braucht.“