Szenenfoto aus „Der Hauptmann von Köpenick“. Foto: pm
Neckargemünd. Eine neues Jahr hat begonnen und im Kellertheater der Arche in Neckargemünd wird im Februar ein neues Theaterstück präsentiert: „Der Hauptmann von Köpenick“ mit über 25 Mitwirkenden in verschiedenen Rollen, eine sehenswerte Herausforderung. Carl Zuckmayers Theaterstück beruht auf einer wahren Begebenheit. Die Geschichte vom Schustergesellen Voigt, der bei seinem Kampf um ordentliche Papiere und Arbeit dem preußischen Obrigkeitsstaat ein Schnippchen schlägt, indem er sich eine Hauptmannsuniform anzieht, ist allgemein bekannt.
Zum Inhalt: Nach der Verbüßung einer zehnjährigen Haftstrafe wegen Urkundenfälschung nimmt Wilhelm Voigt sich 1906 vor, ein anständiges Leben zu beginnen. Doch ohne Papiere will ihm niemand in Berlin Arbeit geben, und ohne Nachweis einer Arbeitsstelle stellen ihm die Behörden keinen Pass aus. Da versucht Voigt, die autoritätshörige Gesellschaft mit ihren eigenen Mitteln zu schlagen. Das Stück wurde 1931 im Deutschen Theater in Berlin uraufgeführt und ist bis in die heutige Zeit sehr sehenswert. Gezeigt wird das Stück unter der Regie von Rudi Reimitz mit Jürgen Hornung in der Hauptrolle des Wilhelm Voigt. Berliner Dialekt und Bänkelgesang versetzen den Zuschauer in die damalige Zeit. Wer die Kleine Bühne kennt, wird unter den zahlreichen Darstellern viele bekannte Gesichter aus früheren Produktionen erkennen.
Premiere hat das Stück am Freitag, 10. Februar, um 20 Uhr. Weitere Aufführungen sind am 11., 17., 19., 24. und 25. Februar, jeweils um 20 Uhr (außer dem Sonntagstermin 19. Februar, dieser beginnt um 19 Uhr) im Kellertheater der Arche in Neckargemünd, Im Spitzerfeld.
Kartenverkauf bei Papier & Präsente, Hauptstraße 15, Neckargemünd, Telefon 06223/2652 oder E-Mail karten@kleinebuehne.info. Mehr Infos gibt es über die Homepage www.kleine-buehne-neckargemuend.de/
Heidelberg-Ost
Kleine Bühne: „Der Hauptmann von Köpenick“
Kleine Buchmesse im Neckartal
Zum 6. Mal – Feierliche Eröffnung am 3. März, um 11 Uhr
Neckarsteinach. Zum 6. Mal in Folge bereitet sich der Heimat- und Kulturverein in Neckarsteinach darauf vor, die jährliche „Kleine Buchmesse im Neckartal“ auszurichten. Sie hat sich inzwischen längst als wichtige überregionale Kulturveranstaltung der Metropolregion Rhein-Neckar etabliert, ist als Informations-, Unterhaltungs- und Verkaufsveranstaltung rund um Bücher und Literatur konzipiert und findet jeweils am ersten Wochenende im März statt.
In diesem Jahr findet die zweitägige Messe, die in den vergangenen fünf Jahren von Publikum und Ausstellern gleichermaßen mit Begeisterung aufgenommen und ein großer Erfolg wurde, am Samstag, 3. März, von 11 bis 18 Uhr und am Sonntag, 4. März , von 10.30 bis 18 Uhr statt. Veranstaltungsort ist das Bürgerhaus „Zum Schwanen“, Neckarstraße 42, in Neckarsteinach. Die feierliche Eröffnung ist am Samstag, 3. März, um 11 Uhr.
Den Besuchern präsentiert sich hier eine erstaunliche Vielfalt an Veröffentlichungen aus Verlagen der hiesigen Region: Kinderbücher, Krimis, Romane, Kurzgeschichten, Humor, Bildbände, Mundart- und Regionalliteratur, zwei- und fremdsprachliche Bücher, Biographien, Philosophie, Reiseliteratur, Musik, Natur, Ökologie, Geschichte, Geschenkbücher, Lyrik und vieles mehr – darunter zahlreiche Neuerscheinungen. Während des gesamten Messebetriebs können Bücher und Medien käuflich erworben werden.
Den Verlagen aus der hiesigen Region, besonders kleineren und mittleren Verlagen, bietet die Messe eine Plattform, sich vorzustellen, ihre Produkte bekannt zu machen und zu verkaufen und mit Buchhändlern, Kunden und Autoren in Kontakt zu treten. Für Buchhändlerinnen und Buchhändler bietet sie die Möglichkeit, mit Verlagen Verbindung aufzunehmen und ihre Produkte kennenzulernen – darunter viele, die Themen unserer Region betreffen – sowie Bestellungen zu tätigen. Zu dieser eher „kuscheligen“ Messe, ohne das „Gedränge und Geschiebe“ der großen Fachmessen, haben sich 35 Aussteller verbindlich angemeldet. Neben Verlagen und Literaturgruppen erwarten die Besucher in diesem Jahr auch verschiedene Stände rund um die Herstellung von Büchern: zwei mobile Druckpressen, eine Kalligrafin sowie eine Buchbinderei.
Während der Messe gibt es an beiden Nachmittagen ein reiches und interessantes Begleitprogramm in Form von Lesungen. Insgesamt werden 35 verschiedene Lesungen angeboten. Vorgestellt werden nicht nur 6 neue Krimis und 5 Neuerscheinungen von Kinder- und Jugendbüchern, sondern auch Romane, Kurzprosa und Veröffentlichungen im Musik-, Mundart-, fremdsprachlichen, regionalen, künstlerischen und politischen Bereich. Für jeden etwas! Das ausführliche Programm ist auf der Homepage der Stadt Neckarsteinach www.neckarsteinach.com abrufbar. Der Eintritt ist frei.
Musikkorps der Bundeswehr spielt für Bammental
Gala-Benefizkonzert am Donnerstag, 1. März, 19.30 Uhr
Bammental. Ob es die Erbauer der Elsenzhalle je geahnt hätten, dass zumindest seit dem Jahr 2002 jährlich mindestens einmal die Halle an ihre Kapazitätsgrenzen gebracht würde? Und ob sie geglaubt hätten, dass ein Sinfonisches Blasorchester der Europäischen Spitzenklasse sich in der Halle mit seinem mittlerweile 11. Besuch am Donnerstag, 1. März, um 19.30 Uhr, hier fast zu Hause fühlen würde?
Tatsache ist, dass das Musikkorps der Bundeswehr aus Siegburg bei Bonn nur wenigen Orten – und dann meistens Großstädten – die Ehre zuteil werden lässt, in jedem Jahr ein Gastspiel zu absolvieren. Und dank eines überwältigenden Zuspruchs sowie einer immer wieder als auffallend vermerkten Gastlichkeit hat es Bammental geschafft, zu eben diesem erlauchten Kreis zu gehören.
Warum die Konzerte so beliebt sind, ist schnell erklärt: Das Orchester-Repertoire ist äußerst breit gefächert und reicht vom traditionellen Marsch über Bearbeitungen klassischer Werke bis zu Originalkompositionen für Blasorchester, Filmmusik und aktuellen Hits der modernen Unterhaltungsmusik. Und in jedem Jahr gab und gibt es Highlights in Form von hervorragenden Solisten und tollen Arrangements – nicht zu vergessen das mitreißende Dirigat und die Conferencier-Qualitäten von Oberstleutnant Walter Ratzek, der in diesem Jahr mit einer ganz besonderen Sensation aufwarten wird: George Gershwins „Rhapsody in Blue“ wird in Bammental erklingen – und zwar mit Walter Ratzek am Flügel. Denn die wenigsten Zuhörer wissen, dass Walter Ratzek ein hervorragender Pianist ist, der auch schon in vielen anderen Konzerten sein Publikum mit virtuosem und einfühlsamem Spiel begeisterte.
Der Eintritt kostet 15 Euro/12 Euro (ermäßigt) im Vorverkauf und 16 Euro/13 Euro (ermäßigt) an der Abendkasse. Der Reinerlös geht an drei Bammentaler Institutionen.
Karten gibt es im Vorverkauf in Bammental im Rathaus, bei Tabakwaren Beck, Buchhandlung Staiger, Niesels Küche und Schönes sowie in Gaiberg bei der Linden-Apotheke, die Abendkasse ist am Konzerttag ab 18.30 Uhr geöffnet.
Kleine Bühne -„Hauptmann von Köpenick“ geht in die nächste Runde
Erste Vorstellungen ausverkauft – Zusatztermine im April
Unser Bild zeigt Ronja Niedermayer als Mariechen und Jürgen Hornung als Wilhelm Voigt (Hauptmann von Köpenick). Foto: pm
Neckargemünd. Mit Bänkelgesang startete die Premiere der Kleinen Bühne Neckargemünd mit Carl Zuckmayers Stück „Der Hauptmann von Köpenick“. Rudi Reimitz hat mit dieser Regiearbeit gezeigt, dass auch großes Theater auf der kleinen Bühne möglich ist. Gezeigt wurde das Stück in einzelnen Szenen, wobei das Bühnenbild ständig geändert wurde. Begleitet wurden diese Umbauten von den Bänkelsängern mit erzählenden Liedern, die sowohl dramatisch, schadenfroh wie auch hoffnungsvoll erklangen.
Alle 32 Mitwirkende haben hier großartiges vollbracht, allen voran Jürgen Hornung, der die Rolle des Wilhelm Voigts beziehungsweise des Hauptmanns von Köpenick gespielt hat. Dieser entlarvt in diesem Stück die Obrigkeitsgläubigkeit im Deutschen Reich und führt pfiffig einen Schelmenstreich gegen die Staatsmacht durch. Sowohl der Bürokratismus als auch der Militarismus im damaligen Preußen werden hier satirisch aufs Korn genommen. Geschickt entwickelt sich neben der eigentlichen Handlung auch die gegenläufige Geschichte der Hauptmanns-Uniform.
Voigt verkörpert in diesem Stück den von der Gesellschaft Ausgeschlossenen, der sein Recht sucht, aber es nicht bekommt. Wegen Melde- und Passvergehen gerade aus der Haft entlassen, versucht er eine Aufenthaltsgenehmigung zu bekommen, was sich als nicht so einfach herausstellt, da ihm schon der Wachtmeister (Andreas Wirthele) diese wegen seiner Vorstrafen verwehrt. Aber ohne Pass gibt es eben keine Arbeitserlaubnis, ohne Arbeitserlaubnis keine Aufenthaltsgenehmigung und wie soll dann ein Mensch leben?
Verzweifelt überredet er seinen Freund Kalle, wunderbar gespielt von Felix Hörr-Pietzonna, zum nächtlichen Einbruch in das Polizeirevier um sich dort selbst einen Pass auszustellen. Er wird geschnappt und zu weiteren zehn Jahren Gefängnis verurteilt. Dort wird er durch den Gefängnisdirektor (köstlich von Hansjörg Kopp gespielt) bestens mit den militärischen Umgangsformen vertraut gemacht. Nach der Haftentlassung kommt er bei seiner Schwester (Daniela Erb-Zach) und seinem obrigkeitstreuen Schwager (Dieter Niedermaier) unter. Nach zwei weiteren vergeblichen Aufenthaltsversuchen kauft er sich beim Trödler eine gebrauchte Hauptmannsuniform, verwandelt sich in einen Hauptmann, befiehlt ein paar diensttuenden Soldaten mit ihm zusammen das Rathaus von Köpenick zu besetzen und lässt den verwirrten Bürgermeister (Wolfgang Zach) verhaften. Dann beschlagnahmt er die Stadtkasse und muss enttäuscht erkennen, dass es in Köpenick kein Passamt gibt. Geständig zeigt er sich selbst an und bekommt nach einer weiteren Gefängnisstrafe den ersehnten Pass versprochen, der ihm endlich ein ziviles Leben ermöglicht.
Fast ausschließlich in Berliner Mundart wurden die Zuschauer in die Zeit der Jahrhundertwende geführt. Mit wenig Mitteln aber großer schauspielerischen Leistungen aller Mitwirkenden wurde diese Produktion zu einem großen Erfolg.
Alle Vorstellungen sind ausverkauft, daher hat sich die Kleine Bühne entschlossen, im April vier weitere Aufführungen zu spielen. Neue Termine sind am Freitag und Samstag, 20. und 21. April, sowie am Freitag und Samstag, 27. und 28. April, jeweils um 20 Uhr. Der Vorverkauf erfolgt über Papier & Präsente, Hauptstraße 15, Neckargemünd, Telefon 06223/2652 und per E-Mail über karten@kleinebuehne.info.
Anmeldung: Flohmarkt am Abend
Wiesenbach. Am Samstag, 31. März, veranstalten die Jugendfußballer der SG 05 Wiesenbach einen Flohmarkt für jedermann. Das Besondere: es wird ein Abend-Flohmarkt sein von 17 Uhr bis 22 Uhr, und das wettersicher in der Biddersbach-Halle. Die Organisatoren empfehlen interessierten Anbietern, sich jetzt schon anzumelden und sich so einen Verkaufsplatz zu sichern.
Weitere Informationen und Anmeldung bei Dietmar Böhm, Telefon 06223/47630 (ab 17 Uhr), E-Mail: CounDiBoehm@gmx.de.
Diashow - Faszinierendes Südamerika
Am 28. Februar zugunsten von „Vimukthi Niwasa“
Neckargemünd. Franziska Steck und Bernhard Schmidt-Maas zeigen den Diavortrag „Faszinierendes Südamerika“ am Dienstag, 28. Februar, 19.30 Uhr, im Ökumenischen Kirchenzentrum Arche, Im Spitzerfeld. Sie präsentieren ihre Bilder auf einer extra großen Projektionswand mit folgenden Themen: Mit Lamas durch die Anden – Wildes Patagonien – Bunte Feste am Titicacasee – Zauberhafte Insel der strickenden Männer – Grandiose Inkastädte – Faszinierende Wüsten – Am Amazonas. Ein Eintrittspreis wird nicht erhoben. Die Referenten möchten durch ihren Vortrag die Kinderhilfe KAKADU e.V. unterstützen und bitten deshalb um eine Spende für das Partnerschaftsprojekt „Vimukthi Niwasa“- Schulbildung für Kinder in Sri Lanka. Zu diesem Abend lädt das Eine-Welt-Lädle der Arche herzlich ein und erwartet die Besucher mit heißem Tee, kalten Getränken und einem Sortiment fair gehandelter Lebensmittel. Foto: pm



