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Mosbach

Notärzte wurden 2011 über 3700 Mal alarmiert

Standorte Buchen, Hardheim und Mosbach gewährleisten notfallmedizinische Versorgung

345 Bei Tag und Nacht, bei Wind und Wetter sind die Notärzte im Kreis im Einsatz. Foto: pm

Neckar-Odenwald-Kreis. Medizinische Notfälle können zu jeder Zeit an jedem Ort eintreten – deshalb stehen die Notärzte im Neckar-Odenwald-Kreis 24 Stunden am Tag zur Verfügung. Über die europaweit einheitliche Notrufnummer 112 ist die integrierte Leitstelle für Rettungsdienst und Feuerwehr in Mosbach rund um die Uhr erreichbar. Von dort wurden die Notärztinnen und Notärzte der Krankenhäuser Buchen, Hardheim und Mosbach im Jahr 2011 insgesamt 3707 Mal alarmiert (2010: 3605 Einsätze, 2009: 3721 Einsätze).

Bei durchschnittlich 10,2 Notarzteinsätzen pro Tag entfallen die meisten Einsätze auf den Standort Mosbach, dessen Notärzte 1 955 mal gerufen wurden (5,4 Einsätze pro Tag). Am Notarztstandort Buchen wurden insgesamt 1107 Einsätze absolviert (3 pro Tag) und am Standort Hardheim 645 (1,8 pro Tag). Die Notfallmediziner der Neckar-Odenwald-Kliniken und des Krankenhauses Hardheim stellen damit gemeinsam mit den Einsatzkräften der beiden DRK-Kreisverbände die Notfallversorgung im Kreisgebiet rund um die Uhr sicher.

Unverändert sind Erkrankungen des Herzens wie Herzinfarkt, Rhythmusstörungen und Blutdruckentgleisungen der Hauptgrund für Einsätze der Notärzte. Auch neurologische Probleme wie Schlaganfall, Hirnblutungen und Krampfanfälle sind häufig, dazu kommen Atemstörungen wie beispielsweise Asthmaanfälle. Die Versorgung von Verletzten nach Verkehrs-, Arbeits-, Sport- und Schulunfällen verursacht weniger als ein Fünftel aller Einsätze – durch die Medienberichterstattung werden diese Einsätze allerdings in der Öffentlichkeit viel stärker wahrgenommen.

„Durch die veränderte Alterstruktur ist mit einer Zunahme der Einsatzzahlen in den nächsten Jahren zu rechnen“, so Priv.-Doz. Dr. Harald Genzwürker, der für die Organisation des Notarztdienstes in Buchen und Mosbach verantwortlich ist. Er lobt ausdrücklich die gute Zusammenarbeit mit den Rettungsassistenten und Rettungssanitätern, die im Kreis die Rettungsfahrzeuge besetzen. Der DRK-Kreisverband Buchen stellt dabei die permanente Einsatzbereitschaft des Buchener Notarzteinsatzfahrzeuges und der Rettungswagen in Buchen, Hardheim und Osterburken sicher. Das Fahrzeug in Hardheim fungiert gleichzeitig als Transportmittel für den dortigen Notarzt.

Der DRK-Kreisverband Mosbach zeichnet für das Mosbacher Notarzteinsatzfahrzeug und zwei in Mosbach stationierte Rettungswagen verantwortlich, die ebenfalls 24 Stunden am Tag besetzt sind. Die Rettungswagen des Kreisverbandes Buchen wurden insgesamt 3978 Mal alarmiert, die Fahrzeuge des Kreisverbandes Mosbach 5011 Mal.

Landrat Dr. Achim Brötel betont, dass es neben der professionell organisierten Hilfe in medizinischen Notfällen ein weiteres wichtiges Element gibt, auf das die Bürger im Neckar-Odenwald-Kreis zählen dürfen: „In zahlreichen Ortschaften stellen ehrenamtliche Hilfskräfte eine wichtige Unterstützung dar – gerade in unserem Flächenlandkreis ein unschätzbares Engagement.“ Die sogenannten HvO (Helfer vor Ort) der DRK-Ortsvereine werden ebenfalls von der integrierten Leitstelle in Mosbach alarmiert, wenn in ihrer Gemeinde ein Notfall gemeldet wird, und können so binnen weniger Minuten mit der Erstversorgung beginnen.

Wichtigstes Glied der Rettungskette bleiben aber die Ersthelfer, die als zufällige Zeugen eines Notfalls durch den Notruf über die 112 die Aktivierung des Rettungsdienstes sicherstellen. Darüber hinaus können durch einfache, leicht zu erlernende Maßnahmen der Ersten Hilfe die Überlebenschancen von Notfallpatienten gesteigert werden. Kurse werden durch das DRK regelmäßig angeboten, können bei Interesse aber auch für Gruppen und Vereine organisiert werden.

Jürgen Becker: „Der Künstler ist anwesend“

Limbach. Mit Exklusivität und Originalität will die Limbacher VHS in ihrem Kleinkunstprogramm punkten. Gegen die Comedy-Inflation setzt man „Programme, die man sonst nicht sieht - Künstler, die nicht überall auftreten“. Für das im März anstehende Frühjahrs-Kabarett, mit dem die vhs-Außenstelle traditionell das Semesterprogramm eröffnet, soll ein Kabarett-Urgestein den Anspruch einlösen. Mit Jürgen Becker kommt ein vielfach preisgekröntes „Kölner Original“ am Samstag, 17. März, um 20.15 Uhr in die Limbacher Schul-Sporthalle. Becker, der seit 1992 die renommierte Kabarett-Sendung „Mitternachtsspitzen“ live im WDR Fernsehen moderiert, revolutionierte den traditionellen Kölner Karneval und gehörte 1983 zu den Gründern der legendären Kölner „Stunksitzung“, deren Präsident“ er von 1984 bis 1995 war.

„Der Künstler ist anwesend“ heißt Beckers aktuelles Programm. Darin geht es um alles, was den Künstler bewegt: „Ich interessiere mich gar nicht für Kabarett. Mir sind nur die Zuschauer zutiefst sympathisch. Es ein unbeschreibliches Glücksgefühl, die Menschen gemeinsam Lachen zu hören. So suche ich mir Themen, die mich interessieren, in der Hoffnung, dass sie die Zuschauer ebenso interessieren könnte: Glaube, Kapitalismus und Nudelauflauf. Ist der Moslem eher katholisch oder evangelisch, kann Geld arbeiten und was koche ich heute?“. „Beckers Programm ist eine einzigartige Mischung aus Büttenrede, Kabarett und Bibelseminar“ lobte die Süddeutsche Zeitung den unverwechselbaren Künstler.

Kölsch und Karneval, Katholizismus und Kapitalismus – und am Ende serviert Becker den Besuchern Freibier: frisch gezapftes „Kölsch“! „Denn das Wichtigste am Kabarett ist ja das Bier hinterher“, stellt der Kölner Humor-Held die Prioritäten klar, dessen Auftritt sowohl von der Volksbank Limbach wie von der der traditionsreichen Kölner „Sion-Brauerei“ unterstützt wird.

Karten sind im Vorverkauf sind bei der Volksbank Limbach erhältlich.

Badische Landesbühne zeigt Tschechows Kirschgarten

Mosbach. Am Dienstag, 6. März, um 19.30 Uhr zeigt die Badische Landesbühne in der Alten Mälzerei Anton Tschechows tragische, gesellschaftskritische Komödie „Der Kirschgarten“. Eine Gesellschaft wird gezeigt, die statt dem Bankrott ins Auge zu sehen, in den Untergang tanzt. Vergnügen aus Verzweiflung. Vor der Vorstellung findet um 19 Uhr eine Einführung in die Produktion statt, zu der alle Interessierten herzlich eingeladen sind.

In dem Theaterstück aus dem Jahr 1903 geht es um die Adelige Ranjewskaja und deren Familie, die sich nicht damit abfinden kann, dass die Glanzzeit des russischen Adels vergangen und das familieneigene Vermögen aufgebraucht ist. Die Handlung spielt um 1900 auf einem russischen Herrengut. Die Töchter Anja und Warja rufen ihre Mutter Ranjewskaja aus Paris in die Heimat zurück, denn das in Familienbesitz stehende Gut mit Herrenhaus mit prächtigem Kirschgarten ist hoch verschuldet. Der Garten wirft kaum noch einen Ertrag ab und steht kurz vor der Zwangsversteigerung. Fünf Jahre zuvor war die Mutter nach dem tragischen Unfalltod des kleinen Sohnes mit ihrem Liebhaber nach Paris geflohen und hat dort ihr ganzes Vermögen verbraucht. Auch ihr Bruder Gajew kann und will sich dem Ernst der Lage nicht stellen und verschleudert weiter das letzte Geld.

Kaufmann Lopachin, wohlhabender Sohn eines ehemaligen Leibeigenen, scheint die Lösung zu bieten: Er schlägt vor, den Kirschgarten abholzen zu lassen und Ferienhäuser auf dem Grundstück zu errichten, um wenigstens das Herrenhaus retten zu können. Doch die Familie hängt zu sehr an dem Garten. Sie hofft, eine Vermählung Warjas mit Lopachin könnte noch in letzter Minute die Rettung bringen. Während die Zwangsversteigerung jeden Tag näher rückt, feiert Ranjewskaja ein großes Fest, um den Glanz alter Zeiten wieder aufleben zu lassen.

In Carsten Ramms Inszenierung steht die Hilflosigkeit der Protagonisten im Vordergrund. Unfähig, sich damit abzufinden, dass neue, profitorientierte Zeiten angebrochen sind, in denen die romantischen Ideale und der verschwenderische Lebensstil des Adels keinen Raum mehr finden, verschließen sie sich vor den Tatsachen. Obgleich Ranjewskaja und ihre Familie sich nach einer besseren Welt sehnen, können sie ihre Situation nicht selbst zum Guten beeinflussen, sondern verharren im Stillstand.

Die Ausstattung stammt von Ines Unser. Die musikalische Leitung übernimmt Hennes Holz (mit: Martin Brunnemann, Phillip Dürschmied, Cornelia Heilmann, Markus Hennes und anderen). Karten gibt es im Vorverkauf bei der Touristinfo am Marktplatz, unter www.reservixde und an der Abendkasse.

SV Obrigheim auf Titelkurs

Obrigheim. (rol) Souverän ziehen die Obrigheimer Gewichtheber in der Bundesliga Süd ihre Kreise. Sämtliche sechs Wettkämpfe in dieser Saison wurden glatt mit 3:0 gewonnen und nach dem 907,2:870,2-Sieg gegen Meister AV 03 Speyer führt die Mannschaft um Nationalheber Jakob Neufeld auch bundesweit die Bestenliste an. „Es läuft prima“, sagt Teamchef Edmund Ehrmann. „Wir werden alles tun, um zum dritten Mal deutscher Meister zu werden.“ Bereits 2003 und 2008 sicherten sich die Neckar-Odenwälder die Krone des deutschen Gewichthebens.

Durch einen Heimsieg am kommenden Samstag, 25. Februar, gegen Aufsteiger TB Roding (Beginn: 19.30 Uhr) will der Tabellenführer auch die letzten Zweifel am Einzug ins Dreierfinale am 21. April in Chemnitz beseitigen. „Unsere Jungs sind gut in Form“, sagt Trainer Oliver Caruso. „Im letzten Heimkampf dieser Saison wollen wir unserem Publikum nochmals eine starke Leistung bieten.“ Lediglich Matthäus Hofmann muss verletzt pausieren, ansonsten kann Caruso aus dem Vollen schöpfen. Neben den beiden Brüderpaaren Neufeld (Jakob, Waldemar) und Müller (Adrian, Nico) hat er Rene Horn und Alexander Oberkirsch für den Wettkampf nominiert.

Fidelio und die lustige Witwe

Zwingenberg. Große Ereignisse werfen bekanntlich ihre Schatten voraus. So beginnt der Chor der Schlossfestspiele bereits jetzt mit seinen Proben für die kommende Saison. Vom 3. Bis 12. August 2012 werden die 30. Schlossfestspiele wieder Tausende Musikliebhaber auf die romantische Burg im Neckartal locken. Im Mittelpunkt werden dabei neben einem abwechslungsreichen Rahmenprogramm diesmal Ludwig van Beethovens Oper „Fidelio“ und Franz Léhars Meisteroperette „Die lustige Witwe“ stehen.

Für seine anspruchsvollen und spannenden Aufgaben in diesen beiden großen Werken sucht der Festspielchor noch engagierte Mitstreiter. Chorerfahrene Sänger, die einmal gemeinsam mit renommierten professionellen Opernsängern, Musikern, Regisseuren und Dirigenten auf der Bühne stehen möchten, sind herzlich eingeladen, bei den ersten Probenterminen „hereinzuschnuppern“.

Die musikalischen Proben für die Operette „Die lustige Witwe“ haben am Samstag, 18. Februar, unter der Leitung von Professor Klaus Eisenmann in der Aula des Steigeschulzentrums in Eberbach-Nord begonnen. Die Proben für Beethovens Oper „Fidelio“ beginnen für den Herrenchor am 3. März, der Gesamtchor probt hierfür erstmals am 7. April, ebenfalls um 15.30 Uhr.

Nähere Informationen gibt es bei Chorsprecherin Heiderose Wieder unter Telefon 06271/4835 oder im Internet unter www.schlossfestspiele-zwingenberg.de

Infoabend für Viertklässler

Mosbach. Nach einer allgemeinen Einführung soll ausführlich Gelegenheit bestehen, die vielfältige Lern- und Arbeitswelt von Sextanern am Auguste-Pattberg-Gymnasium (APG) kennen zu lernen. In möglichst kleinen Gruppen erfolgt deshalb ein geführter Rundgang durch das Schulgebäude, wobei unterschiedliche Ziele verfolgt werden: Die Mädchen und Jungen aus den vierten Klassen werden auf den einzelnen Stationen (zum Beispiel Musikwerkstatt, Mitmachtheater, Experimentieren, Computer, Tanz und Bewegung) unter entsprechender Anleitung aktiv eingebunden. Für die Eltern steht bei ihrem Rundgang die Information und Aussprache über die konkrete Arbeit mit Fünftklässlern im Mittelpunkt. Neben den rein fachlichen Inhalten werden dabei auch Hinweise zur Rhythmisierung eines Unterrichtstages, zum sozialen Lernen und zur Entwicklung von Methodenkompetenz gegeben.

Die Informationsveranstaltung am Auguste-Pattberg-Gymnasium beginnt am Mittwoch, 29. Februar, um 18 Uhr in der neuen Aula der Schule, hierzu sind die Viertklässler und ihre Eltern herzlich eingeladen. Zum gemeinsamen Abschluss finden sich dann alle Gruppen und ihre Betreuer gegen 20 Uhr im Bereich Mensa/Pattberghalle ein.