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Aufgeschoben ist nicht aufgehoben

Die 38. Spielzeit  der Schlossfestspiele Zwingenberg findet im kommenden Jahr statt  

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Eine Szene aus „Artus – Excalibur“ aus der Spielzeit 2019. Foto: Emilia Horpácsi

Zwingenberg. Mit dem Roman „Die Liebe in den Zeiten der Cholera“ gelang dem kolumbianischen Literaturnobelpreisträger Gabriel Garcia Marquez Mitte der 80er Jahre ein riesiger Erfolg. Da hat es „Die Kultur in den Zeiten von Corona“ schon wesentlich schwerer. Diese schmerzliche Erfahrung mussten jetzt auch die Verantwortlichen der Schlossfestspiele Zwingenberg machen. In einer Videokonferenz unter Leitung des 1. Vorsitzenden Landrat Dr. Achim Brötel haben Vorstand, Geschäftsführung und Intendant Rainer Roos dabei nämlich gemeinsam beschlossen, die Spielzeit 2020 abzusagen und das gesamte geplante Programm stattdessen auf 2021 zu verschieben. Die Entscheidung ist einstimmig ergangen.

„Für uns steht die Gesundheit der Besucherinnen und Besucher, aber auch unserer Ensemblemitglieder und aller anderen Mitwirkenden vor und hinter der Bühne eindeutig im Vordergrund“, so Dr. Brötel und sein Stellvertreter im Vorsitz, der Zwingenberger Bürgermeister Norman Link. Man habe sich die Entscheidung trotzdem bis zuletzt nicht leicht gemacht. Auch wenn sich die Verschiebung auf 2021 schon seit Wochen abgezeichnet habe, sei es doch richtig gewesen, zunächst die weiteren Festlegungen des Landes abzuwarten. Immerhin sei die aktuelle Spielzeit schon komplett durchgeplant und mit einer Vielzahl vertraglicher Verpflichtungen hinterlegt, die nicht so ohne weiteres zu kündigen seien und die Schlossfestspiele finanziell in erhebliche Bedrängnis bringen könnten. Jetzt sehe man aber doch deutlich klarer und könne deshalb auch auf einer verlässlicheren Basis weiterplanen.

 
Für Intendant Rainer Roos, der seit 2015 die künstlerische Verantwortung für die Schlossfestspiele trägt, ist klar, dass aufgeschoben nicht aufgehoben bedeutet: „Zwingenberg hat sich in der Kulturszene inzwischen auch überregional einen hervorragenden Namen geschaffen. Deshalb werden wir alles daransetzen, die lange Tradition ab 2021 mit noch mehr Elan und Engagement fortzuführen“. Alle Veranstaltungen sollen dazu einfach um ein Jahr in die neue Spielzeit verschoben werden, die dann vom 16. Juli bis zum 8. August 2021 geplant ist. Auch mit den einzelnen Solisten stehe man dazu schon in vielversprechenden Gesprächen.
 
Für die beiden ehrenamtlichen Geschäftsführerinnen Ilka Zwieb und Heike Brock ist das gute Verhältnis zu den oft langjährigen Besucherinnen und Besuchern besonders wichtig: „Deshalb bieten wir allen, die im Vorverkauf bereits Karten erworben haben, eine Wahlmöglichkeit an. Selbstverständlich bekommt jeder, der das will, unbürokratisch sein Geld zurück. Es ist genauso aber auch möglich, die Karten in einen Gutschein für die Spielzeit 2021 umzuwandeln oder auf die Rückzahlung des Geldes zu verzichten und den Betrag zur nachhaltigen Zukunftssicherung der Schlossfestspiele zu spenden. Dafür stellen wir dann gerne auch eine Spendenbescheinigung aus“. 
 
Alle Besucherinnen und Besucher könnten sich wegen der konkreten Abwicklung ab sofort auf der Homepage (www.schlossfestspiele-zwingenberg.de) informieren oder per E-Mail direkt an die Geschäftsstelle der Schlossfestspiele wenden (info@schlossfest spiele-zwingenberg.de) wenden. Dort werde man sich wie immer zügig um alles Weitere kümmern.
 
Da die Schlossfestspiele Zwingenberg nach wie vor deutlich mehr als 50 Prozent ihres Gesamtetats von rund 400 000 Euro über den Verkauf von Eintrittskarten erwirtschaften, treffe die komplette Absage der Spielzeit 2020 den Trägerverein in finanzieller Hinsicht hart. Man habe so gut wie keine Einnahmen mehr, umgekehrt aber eine Vielzahl vertraglicher Verpflichtungen, die gleichwohl bedient werden müssten. Das könne die Festspiele im Extremfall sogar in eine existenzbedrohende Lage bringen, zumal man ergänzend dazu auch noch Gefahr laufe, dass gerade im ehrenamtlichen Bereich Strukturen wegbrächen, die man nachher nicht mehr so ohne Weiteres wieder aufbauen könne. 
 
„Ohne Festspiele geht es aber nicht“. In dieser Bewertung sind sich alle Verantwortlichen einig und wollen deshalb alles tun, damit der Fortbestand dieser traditionsreichen Veranstaltung auch in Zukunft gesichert ist. „Ein Jahr Pause bedeutet ja nur, dass die Vorfreude auf die Spielzeit 2021 dadurch umso größer wird“. Dann soll es in Zwingenberg nämlich definitiv wieder heißen: Bühne frei für die 38. Spielzeit. 

Beratung der Diakonie Neckar-Odenwald geht online

Neckar-Odenwald-Kreis. Das Diakonische Werk im Neckar-Odenwald-Kreis erweitert seine Beratungsarbeit auf digitaler Ebene. Ziel ist es, Menschen unkompliziert bei Fragen und Problemen unterstützen zu können. Neu am Start ist jetzt ein Online-Beratungstool. Es soll Ratsuchenden den Weg in die Beratungsstellen ersparen und die Kommunikation von zuhause und mobil möglich machen – in Zeiten von Corona-Beschränkungen ist dies besonders wertvoll. Nancy Gelb, Kirchenbezirksbeauftragte für Flucht und Migration, sowie Jeannette Bell, Migrationsberatung für erwachsene Zuwanderer und Zuwanderinnen, können ab sofort über das Online-Tool erreicht werden. 
 
Damit wollen die Beraterin-nen Menschen erreichen, die Fragen haben im Bereich Asyl, Migration und Integration. Sprachkurse, Aufenthaltstitel, Familiennachzug, Asylverfahren, Job- und Wohnungssuche, Sozialleistungen oder Alltagsfragen… die Themen sind vielfältig. Beraten werden auch ehrenamtliche Begleiter(innen) und Kirchengemeinden. Das Online-Tool stellt auf datenschutz-konforme und vertrauliche Art Möglichkeiten bereit nicht nur Gedanken, sondern auch Dokumente zu teilen. Zudem kann man Videochatten, wenn gewünscht. Somit ist eine persönliche, vertrauliche und passende Beratung sogar besser möglich als telefonisch.
 
„Die Corona-Pandemie“ hat uns vor eine Ausnahmesituation gestellt, auf die wir reagieren mussten“, sagt Jürgen Blechinger, verantwortlich für den Bereich Migration beim Diakonischen Werk Baden. Beratungsstellen mussten erreichbar bleiben – auch ohne persönlichen Kontakt. Gleichzeitig ist schnelle, sichere und zuverlässige Kommunikation zwischen Beratungsstellen, Betroffenen, ehrenamtlichen Unterstützern und Dolmetschern von entscheidender Bedeutung. Das können wir nun mit der Onlineberatung sicherstellen. Die geschützte Onlineberatung ist ein zusätzliches Angebot. Durch sie lässt sich hochwertige Beratungsarbeit noch effektiver gestalten. „Um qualifiziert beraten zu können, müssen unsere Beraterinnen und Berater sehr schnell die Dokumente der Betroffenen einsehen und mit ihnen besprechen können. Mit unserem neuen Online-Beratungssystem sind auch im digitalen Zeitalter Beratungsgeheimnis und Schweigepflicht bestens gewährleistet“, so Blechinger.
 
Die Corona bedingten Beschränkungen prägen seit Anfang März den Arbeitsalltag der Flüchtlings- und Migrationsberatung auch im Neckar-Odenwald-Kreis. Nancy Gelb und Jeannette Bell, freuen sich deshalb über diesen neuen, wenn gewünscht auch anonymen Weg, über Internet mit ihnen in Kontakt zu treten. „Das Onlineangebot gibt den Menschen die Möglichkeit, von zuhause aus Beratung und Hilfeangebote in Anspruch zu nehmen. Neue Fragen sind für Zugewanderte durch das Reiseverbot entstanden, finanzielle Sorgen entstehen bei Kurzarbeit oder Kündigung. Kann man trotz Reiseverbote und geschlossenen Grenzen nach Deutschland kommen oder das Land verlassen, wie seine Familie holen? Die Fragen seit Corona sind vielfältig“, so Jeannette Bell. Über die Internetseite der Diakonie Neckar-Odenwald und den Button „Onlineberatung für Zuwanderer(innen), Migrant(innen) und Geflüchtete“ können Sorgen geteilt werden. 
 
„Geflüchtete und die ehrenamtlichen Begleiter(innen) von Newcomers sind durch die Kontaktsperre nun zum Teil darauf angewiesen, andere Wege zu gehen, um Unterstützung zu bekommen“, so Nancy Gelb: „Gerade in der jetzigen Zeit müssen wir zusammenhalten und dürfen Menschen in schwierigen Lebenssituationen nicht vergessen. Für sie müssen die Beratungs- und Unterstützungsangebote der Diakonie erreichbar bleiben und noch leichter erreichbar sein. Insbesondere Menschen, die wegen (Vor-)Erkrankungen das Haus kaum verlassen, profitieren vom neuen Beratungsformat.“ 
 
Vorlage für das neue Beratungssystem war die Onlinehilfe der Schwangerenkonfliktberatungsstellen der Diakonie in Baden. Bereits im Mai 2019 war diese eingeführt worden. Gerade unter den Corona bedingten Einschränkungen hatte man hier sehr gute Erfahrungen mit den Online-Angeboten gemacht. 

Vorfreude auf gemeinsame Aktivitäten

Mosbach. (ila) Auch beim Automobilclub „Drive & Fun“ hat das Corona-Virus seine Spuren hinterlassen. Dennoch ist man zuversichtlich, dass durch weitere Lockerungen geplante Events und Ausfahrten noch in dieser Saison stattfinden können. Obwohl keine Aktivitäten seit mehr als zwei Monaten möglich waren, verzeichnet der Automobilclub Neueintritte. 
 
Durch die verordneten Einschränkungen, die Ursache der Corona-Pademie sind, fand das letzte Clubtreffen Anfang März statt. Das bei diesem Treffen in der Alten Mälzerei von Nicolai und Engelbert Reiß vorgestellte Jahresprogramm ist zur Zeit nicht durchführbar. Der Saisonbeginn, die monatlichen Clubtreffen sowie die eintägigen Ausfahrten sind bis zum jetzigen Zeitpunkt leider ersatzlos ausgefallen.
 
Große Hoffnungen setzen die Mitglieder nun auf die Grenzöffnungen nach Österreich und somit darauf, dass die für Juli geplante 3-tägige Tour ins Montafon auch in diesem Jahr wieder stattfinden kann. Positive Signale hat Engelbert Reiß schon vom Hotelbetreiber aus Österreich erhalten, der seinen Betrieb ab 29. Mai wieder aufnehmen kann. So besteht weiterhin die Zuversicht auf eine, wenn auch mit Einschränkungen, gelungene Dreitagesfahrt.
 
Die für Mitte Juli geplante Großveranstaltung „MMM“ (Motoren-Musik-Mode) auf dem Firmengelände Reiß in Lohrbach ist vorsichtshalber schon auf den 19./20.September 2020 verschoben. Die Veranstalter dieses Events, der Automobilclub „Drive & Fun“, die Firmen von Nicolai und Engelbert Reiß und die Kultband „The Bautzy´s“ hoffen, dass die Lockerungen der Beschränkungen diese Veranstaltung bis zum Herbst möglich machen.