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Mosbach

Studie „Goldfisch 1944-1974“ von 
Tobias Markowitsch wird vorgestellt

7. Band der Buchreihe „Beiträge zur Geschichte des Neckar-Odenwald-Kreises“

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Inspektion des Gipsstollens „Friede“ durch die amerikanische Militärregierung. Quelle: National Archives Washington (NARA 111-SC-22648)

Mosbach. Die komplexe Geschichte des 1944 in den Obrigheimer Gipsstollen verlagerten Daimler-Benz-Flugmotorenwerks Genshagen hat der Historiker Tobias Markowitsch im nunmehr 7. Band der Buchreihe „Beiträge zur Geschichte des Neckar-Odenwald-Kreises“ zusammengefasst. Präsentiert wird das Buch mit dem Titel „Verlagert – demontiert – ausgeschlachtet. Goldfisch 1944-1974. Vom NS-Rüstungsbetrieb zur Maschinenfabrik Diedesheim“ am Donnerstag, 7. Juni, um 18 Uhr in der Neuen Aula des Auguste-Pattberg-Gymnasiums. Zu dieser Buchvorstellung lädt das Landratsamt Interessierte herzlich ein.

Das Buch beschreibt die Verbringung weiter Teile des Daimler-Benz-Flugmotorenwerks in den Obrigheimer Gipsstollen „Friede“. Dazu entschieden hatte sich das NS-Regime gegen Ende des Zweiten Weltkriegs aufgrund der immer häufigeren Luftangriffe der Alliierten. Das mit dem Tarnnamen „A 8“/Goldfisch codierte Projekt veränderte den Elzmündungsraum grundlegend. Innerhalb von Daimler-Benz firmierte das Vorhaben als „Goldfisch GmbH“, das nur mit Hilfe von Zwangsarbeitern und Häftlingen des nahen Konzentrationslagers Neckarelz vorangetrieben werden konnte.
Nach Kriegsende im Mai 1945 wurde das Verlagerungsprojekt zum Demontageobjekt der Sowjetunion. Der sich abzeichnende Kalte Krieg führte bald zu einer stärkeren Kooperation zwischen US-Militärbehörden und deutschen Stellen mit dem Ziel, den Abfluss noch brauchbarer Maschinen möglichst gering zu halten. Während aus dem vorhandenen Material im Mai 1947 die Maschinenfabrik Diedesheim (MFD) entstand, wurde die „Motorengesellschaft Goldfisch mbH“ bis 1974 abgewickelt.

Die „MFD“ (heute Zuse Hüller Hille Werkzeugmaschinen) zählt zusammen mit der Bundeswehr und HeidelbergCement, deren regionale Geschichte ebenfalls eng mit „Goldfisch“ verflochten ist, bis heute zu den bedeutsamsten Arbeitgebern im Landkreis. Globale und deutsche Geschichte bilden sich so auf engstem Raum ab.

Tobias Markowitsch, geboren 1977 in Mosbach, ist seit 1993 Mitglied und wissenschaftlicher Mitarbeiter der KZ Gedenkstätte Neckarelz und unterrichtet seit 2006 am Bismarck-Gymnasium Karlsruhe Deutsch und Geschichte. Das neue Buch ist die bearbeitete Form seiner Dissertation, in der er in jahrelanger Arbeit akribisch die Geschichte von „Goldfisch“ aufgearbeitet hat. Erschienen ist es beim Verlag Regionalkultur.

Um eine Anmeldung bis spätestens 4. Juni unter der Telefonnummer 06261/841102 oder per E-Mail kreisarchiv@neckar-odenwald-kreis.de wird gebeten.

Regionale Produkte im Blickpunkt

Waldbrunn. Es ist wieder soweit: Zum zweiten Mal findet ein Naturparkmarkt am Sonntag, 27. Mai in Waldbrunn statt. Von 11 bis 18 Uhr können die Besucher das vielfältige Angebot an regionalen Produkten aus dem Naturpark Neckartal-Odenwald im Ortsteil Mülben genießen. Rund 45 Anbieter präsentieren sich und ihre Produkte rund um die Odenwaldstraße und Markgrafenstraße und laden zum Entdecken und Genießen ein.

Seit Jahren engagiert sich der Naturpark Neckartal-Odenwald für regionale Produkte, ihre Vermarktung und die Stärkung der Landwirte, Produzenten und Anbieter auf der Fläche des Naturparks. Ein Naturparkmarkt bietet die ideale Plattform, die regional-typischen Besonderheiten, Produkte und Leckereien der Heimat zu präsentieren und eine große Auswahl an Produkten direkt vom Erzeuger und aus dem gesamten Bereich des Naturparks Neckartal-Odenwald anzubieten. Frische, gesunde Lebensmittel und Spezialitäten sowie Pflanzen, Kosmetika und handwerklich gefertigte Produkte aus der Region – die angebotenen Produkte tragen alle den Stempel „Made in Naturpark Neckartal-Odenwald“.

Das Angebot ist groß und bunt, so gibt es beispielsweise Dinkel- und Holzofenbrote, Grünkern, Ziegenkäse, Wurstwaren von Schwein, Ziege, Schaf und Hochlandrind, Marmelade, Edelbrände und Liköre, Honig und Bienenprodukte aber auch natürliche Floristik, Holz- und Sandsteinarbeiten, handgesiedete Naturseifen und Keramik, Kräuter und Gemüsepflanzen. Für den Genuss sorgen die vielen regionalen Leckereien, die es nicht nur zum mit nach Hause nehmen gibt, sondern auch zum vor Ort Verspeisen und Genießen. Im Angebot sind zum Beispiel Wild- und Ziegenbratwürste, Fetzenfleisch im Fladenbrot, frische Pilzleckereien und Kartoffelspezialitäten, knuspriger Flammkuchen aus dem Holzofen. Die Vielfalt an Leckereien zeigt eindrücklich, dass die Region wahre Schätze zu bieten hat. Auch für Kaffee und saisonale Kuchen ist gesorgt. Um 13 Uhr werden Bürgermeister Markus Haas und der Vorsitzende des Naturpark Neckartal-Odenwald Landrat Dr. Achim Brötel die Grußworte zum 2. Naturparkmarkt in der Odenwaldgemeinde Waldbrunn sprechen.

Der Naturparkmarkt ist ein Markt zum Schauen, Verweilen und Einkaufen und ein Erlebnis für die ganze Familie. An vielen Ständen ein buntes Mitmach-Programm geboten: Flugbienen und Nistkästen bauen, Naturmandala und Holzkreisel gestalten, Wald und Holz hautnah erleben und vieles mehr wartet auf Kleine und große Besucher.
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Die Gemeinde Waldbrunn veranstaltet den Naturparkmarkt in Kooperation mit dem Naturpark Neckartal-Odenwald.

Them Fleurs aus der Schweiz treffen Bob Dylan

Mosbach. Endlich auch wieder „jüngere“ Rockmusik im Fideljo, dem Mosbacher Kultur- und Begegnungszentrum der Johannes-Diakonie Mosbach werden sich viele denken. Mit der Schweizer Indie-Rock-Band Them Fleurs hält am Mittwoch, dem 30. Mai hochmelodiöser Alternative-Rock Einzug auf der Fideljo-Bühne in der Neckarburkener Straße 18 in Mosbach. Als Vorgruppe konnte nun auch noch die Bob Dylan Tribute band Rob Rillon and The Band gewonnen werden, welche den Abend noch abwechslungsreicher gestalten. Dieses Veranstaltungshighlight beginnt um 20 Uhr, der Einlass in den Eventbereich wird ab 19.30 Uhr gewährt.

Them Fleurs sind eine Band mit langer Vorgeschichte. Die Fünf Berner haben jahrelange Bühnenerfahrung mit diversen Schweizer Bands und als Support von Frank Turner, Band of Skulls oder den Scientists. So kommen die verschiedensten Einflüsse zusammen. Mit dem neuen Album „Run“ sind Them Fleurs soundtechnisch in allen Gängen unterwegs. In den Songs spiegeln sich Einflüsse aus Rock, Singer-Songwriting, Punk, Pop bis hin zum Elektronischen. Hallende Gitarren und sphärische Tastenklänge wechseln sich ab mit lauten und rhythmischen Parts. So ergibt sich der eigene Them Fleurs-Sound, Musik und Texte gewähren dem Hörer mannigfaltigen Interpretationsspielraum. Musikalisch wird einiges gewagt und bewegt, ohne Bewährtes aus den Augen zu verlieren, nachhaltige Refrains und unkonventionelle Arrangements prägen die Songs. Es bleibt ein schlüssiges Gesamtbild, welches die Band live jeweils überraschend und mit viel Wucht umsetzt. Für 2018 stehen viele Konzerte in der Schweiz und eine kleine Deutschland-Tour an, welche nach Stuttgart am 30. Mai in Mosbach Halt macht und ansonsten wieder nur in deutschen Großstädten landet.

Rob Rillon and the Band spielen in ihrem Programm einen Querschnitt der Songs, die von Dylan zwischen 1966 und 1978 geschrieben wurden. Mit viel Respekt vor dem Original und den jeweiligen Einflüssen ihrer eigenen Herkunft erzeugen sie ein einzigartiges Klanguniversum das groß genug ist, um den Deutungsinhalten Dylans keine Grenzen zu setzen. Die Formation schaut auf eine lange musikalische Erfahrung zurück und Sänger und Gitarrist Gerd Becker spielt Dylan seit nunmehr fast 30 Jahren. Ganz getreu der Devise „Wer nicht gerade dabei ist geboren zu werden, ist dabei zu sterben.“
Tickets gibt es im Fideljo (Vorverkauf 12 Euro, Abendkasse 15 Euro).

Rentensprechtag in Neckarelz

Mosbach. Wie beantrage ich eine Altersrente oder Erwerbsminderungsrente, wie hoch wird meine Rente einmal sein? Sind alle Versicherungszeiten im Rentenkonto erfasst?

Es sind Fragen wie diese die Klaus Ehrmann, Versichertenberater der Deutschen Rentenversicherung mit Versicherten im Landkreis im persönlichen Gespräch klärt. Ehrmann kümmert sich ehrenamtlich um die Anliegen und Sorgen, nimmt Anträge für sie auf und lässt auf Wunsch beim zuständigen Rentenversicherungsträger den gegenwärtigen Rentenanspruch berechnen. Der nächste Sprechtag findet am Mittwoch, 30. Mai, ab 14 Uhr in Mosbach-Neckarelz in den Räumen des Lohnsteuerhilfevereins, Heidelberger Straße 6, statt. Die Beratung und Antragsaufnahme ist kostenlos. Während dieser Zeit können auch Rentenanträge gestellt werden.

Eine telefonische Terminabsprache unter Rufnummer 06261/ 671495 ist notwendig. Um eine umfassende Beratung durchführen zu können ist es erforderlich, dass die Rentenunterlagen vollständig mitgebracht werden.

Leben in und an der Elz

Mosbach. Am Montag, 4. Juni, von 9.30 bis 11 Uhr hält der Gewässerwart und Geopark vor Ort Begleiter Kurt Streit einen Vortrag über „Das Leben im und am Mosbacher Elzbach“ im Bildungszentrum Mosbach (Ökumenisches Zentrum, Neuburgstraße 10).

Gezeigt werden Fotos des ursprünglichen Elzverlaufes, alte ehemalige Elzbrücken, alte Fotos der Deetken- und der Mutschlers Mühle. Alle Industriedenkmäler ab Malzfabrik Hübner bis zur Einmündung der Elz in den Neckar. Als Gewässerwart weiß Kurt Streit alles über die 19 ansässigen Fischarten, über die faszinierende Kleinstlebewesen am Bachgrund, die artenreiche Vogelwelt, die Pflanzenvielfalt und auch über die so ungeliebten invasiven Neophyten in der Elzaue. Herr Streit informiert über das selbstregulierende Stauwehr und die Funktion des Tosbeckens. Anhand aufschlussreicher Fotos über die Fischtreppe wird klar, warum ein Fisch in diese Anlage einsteigt und zum Durchwandern des Flusses auch nutzt. Der Blick auf die Deetken Mühle ist mit der spannenden Geschichte über Julius Deetken verbunden, dem Mann, den es vom Neckar in den Wilden Westen verschlug. Kurt Streit beantwortet auch die Frage was sich am Mosbacher Elzpegel bedeutendes abspielt. Heimatgeschichte pur sind Informationen über das Hammerwerk, die Mutschlers Mühle, die Gedenkstätte in der Brentano Schule, dem ehemaligen Sägewerk Walter & Müller, dem Projekt IKoNE und dem alten Verlauf der Elz entlang des Tempelhauses.

Anmeldung unter Telefon 0626117057, per E-Mail: info@bildungszentrum-mosbach.de oder im Internet unter www.bildungszentrum-mosbach.de.